Infos zu den Pässen

Folgende Alpenpässe stehen am 2. Tag auf dem (vorläufigen) Plan ...

Col de Champex | 1498 m | CH

Wenn man von Martigny zum Großen St. Bernhard fahren will und genügend Zeit hat, kann man die Hauptstraße verlassen und von Les Valettes über den Champex-Sattel nach Orsières
fahren und dann die Tour fortsetzen. Auf einer breiten und gut ausgebauten Straße erreicht man nach 13 km den Sattel. Sehr schön ist hier der Blick über den See zum 4317 m hohen Grand Combin. Die 9 km lange Abfahrt nach Orsières ist etwas schmaler. Hier hat man auch einen schönen Blick auf die Passstraße zum Großen St. Bernhard.


Großer St. Bernhard-Pass | 2473 m | CH / I

Die 78 km lange Straße über den Pass verbindet Martigny mit Aosta. Der Übergang wird seit der Bronzezeit genutzt und wurde ausgebaut unter Kaiser Augustus. Heute besitzt die
weitgehend gut ausgebaute Straße maximal 11% Steigung und 13 Kehren. Im Sommer 2009 gab es auf der Südrampe allerdings noch einige Engstellen und etliche Baustellen, eine mit Ampelregelung. Um den Übergang wintersicher zu machen, entstand ein 5828 m langer Straßentunnel mit einer Scheitelhöhe von 1925 m. Auf der Nordrampe sichert eine 5,5 km lange Tunnelgalerie den Winterverkehr, auf der Südseite ein 6 km langes Gegenstück. Diese Trasse ist ganzjährig befahrbar und hat eine maximale Steigung von 9%.


Colle San Carlo | 1971 m | I

Die Straße über den Colle San Carlo verbindet Morgex (NO) mit La Thuile (SW). Für alle, die schmale Nebenstraßen bevorzugen, bietet der Pass eine willkommen Alternative zur unteren Nordrampe des Col du Petit St-Bernard.


Col du Petit St. Bernard | 2188 m | I / F

Der Pass verbindet Morgex mit Séez. Dabei hat man zwei Möglichkeiten:
1. der direkte Weg über Pré-St-Didier. Der Pass wurde bereits von Kelten und Römern benutzt, die heutige Straße geht auf einen Ausbau vor rund 100 Jahren zurück. Die insgesamt ca. 55 km lange und gut ausgebaute Straße, in deren Mitte der Pass liegt, hat maximal 10% Steigung und insgesamt 50 Kehren.

Die 2. Möglichkeit schließt einen weiteren Pass, den Colle San Carlo ein. Man erreicht ihn 11 km nach Morgex, nach weiteren 7 km erreicht man La Thuile (1441 m), wo sich die beiden Straßen dann vereinigen. Bei der Abfahrt vom Colle San Carlo hat man lange einen schönen Blick auf La Thuile. Nach 13 km auf gut ausgebauter Straße und vielen Kurven erreicht man dann den Kleinen St. Bernhard. Bei der Abfahrt verläuft die Straße über etliche Kilometer auf einer Hochebene, wobei man stets einen schönen Blick auf Séez hat, bevor es dann über 21 Serpentinen und nur 6% Gefälle abwärts geht.


Col de l'Iseran | 2770 m | F

Der Col de L'Isèran verbindet Seéz über Val d'Isère mit Lanslebourg mit einer 81 km langen Straße. Die Straße ist sehr gut ausgebaut und besitzt bei maximal 12% Steigung
insgesamt 20 Kehren. Vom Kleinen St. Bernhard kommend, erreicht man nach 28 km Séez, wo man dann in das Isère-Tal abzweigt. Mit nur geringer Steigung erreicht man nach 21 km den Staudamm vom Lac du Chevril. Entlang des Stausees führt die Straße durch 6 Tunnel mit einer Gesamtlänge von knapp 2000 m, nach insgesamt 6 km von der Staumauer erreicht man wie durch ein riesiges Tor die Hochebene von Val d'Isère. Eine Weile geht es in der Ebene weiter, bis es dann vom Ort aus noch einmal 900 m in die Höhe geht.
Diese Passstraße ist die zweithöchste Passstraße der Alpen. Der oft als höchster Straßenpass angeführte Col de la Bonnette ist mit 2715 m niedriger, zählt man allerdings die Schleife um die Cime de la Bonette als Pass, ist sie mit 2802 m tatsächlich höher als der Col de l’Isèran.


Col du Mont Cenis | 2083 m | F

Der Mont Cenis-Pass verbindet Lanslebourg mit Susa. Der Übergang wird seit dem 6. Jahrhundert genutzt und ist bei maximal 6% Steigung gut ausgebaut. Die 41 km lange, ausgebaute Straße geht auf Napoleon zurück, der sie für einen schnellen Einmarsch nach Italien besonders breit anlegen ließ. Ursprünglich verlief die Grenze nach Italien über diesen Pass,
seit dem zweiten Weltkrieg wurde die Grenze allerdings um über 10 km nach Italien verschoben.


Col de Montgènevre | 1854 m | F

Die 20 km lange Straße über den Col de Montgènevre verbindet Briançon in Frankreich mit Cesana Torinese in Italien, wobei der Pass noch gänzlich auf französischer Seite liegt, allerdings unweit der Grenze. Die Passstraße ist sehr breit und selbst für LKW bis 26 t zugelassen. Auf italienischer Seite blickt man während der Abfahrt in Richtung Sestriere, besonders schön ist aber die französische Abfahrt mit Blick auf die Festungen von Briançon.